"Wir kaufen Produkte, die wir brauchen,
von Menschen die wir mögen"
(Riyadh el Arif)

Eine Einführung in Präsentationstechniken


0. Einführung
1. Vorbereitung einer Präsentation


0. Einführung

Präsidentschaftswahlen in den USA. In diesem Tagen bereiten sich die beiden Präsidentschaftskandidaten John Kerry und George W. Bush auf die drei TV-Debatten vor. Um bei den Wählern einen großen Eindruck zu erziehlen, werden beide intensiv von Coaches auf die Auftritte im Fernsehen trainiert. Wie wichtig solche TV-Auftritte sind, zeigte z.B. die allererste Live-Debatte im amerikanischen Fernsehen zwischen Richard Nixon und John F. Kennedy im Jahre 1960. Während Kennedy locker und souverän die Auseinandersetzung bestritt, wirkte Nixon sehr angestreckt, mit Schweißtrophen auf der Stirn. Dies kostete ihn vermutlich wichtige Wählerstimmen. Ebenso verlor Al Gore, unter Bill Clinton Vizepräsident, wichtige Sympathiepunkte beim amerikanischen Volk, als er an einer Stelle auf George Bush zu ging, während dieser redete. Das wurde ihm hinter her als aggressives und arrogantes Verhalten ausgelegt. Wichtig für die beiden Kandidaten sei jetzt, neben den inhaltlichen Positionen, beim Wähler eben einen guten Eindruck zu hinterlassen. Es komme darauf an eine "emotionale Beziehung" zum Publikum aufzubauen, so ein Kommunikationswissenschaftler im Fernsehen. Dabei sei jedes noch so kleine Detail von Bedeutung. Körpersprache ist dabei besonders wirksam.

Also, "wir kaufen Produkte, die wir brauchen, von Menschen, die wir mögen". Verkaufen in diesem Zusammenhang heisst auch Ideen, Wissen oder uns selbst zu "verkaufen", z.B in einem Vorstellungsgespräch. Damit die Menschen uns mögen, uns zuhören, das tun, was wir wollen, müssen wir ankommen. Wir vertrauen nur den Personen, von denen wir überzeugt sind und deren Autorität wir akzeptieren.

Schon Augustinus warnt in seinem Werk "De Doctrina Christiana", dass die Verführer und Lügner möglicherweise eloquenter sind als die Verteidiger der Wahrheit. Er schreibt im vierten Buch: "Should they speak briefly, clearly, and plausibly while the defender of truth speak so that they tire their listeners, make themselves difficult to understand and what they have to say dubious? (Augustinus, On Christian Doctrine, 118) Die Fähigkeit der Eloquenz, oder Rhetorik, müsse erworben werden für den Gebrauch des Guten im Dienste der Wahrheit. (Ebd. 118f) Und weiter unter schreibt er, Cicero zitierend, dass ein guter Redner lehre - docere, erfreute - delectare, und bewege - movere."To teach is a necessity, to please is sweetness, to persuade is victory." (Ebd. 136).

1. Vorbereitung einer Präsentation

Der Erfolg oder Misserfolg einer Darbietung hängt ganz besonders von einer guten Vorbereitung ab. Wenn man das Publikum falsch einschätzt, oder sich über die örtlichen Gegebenheiten nicht ausreichend informiert hat, kann das katastrophale Folgen haben. Der eben erwähnte Augustinus, der sich eingehend mit Ciceros Rhetorik auseinandergestetzt hat, nennt fünf Grundregeln, die ein guter Redner beachten sollte. (Vgl. Robertson, the translator's introduction, XVIII, in: ebd. St. Augustinus, On Christian Doctrine).

  1. "inventio" - das Sammeln des Materials;
  2. "dispositio" - die Zusammenstellung und Anordnung des Materials;
  3. "elocutio" - der sprachliche Ausdruck;
  4. "memoria" - das Auswendiglernen (in diesem Zusammenhang vielleicht besser der freie Vortrag);
  5. "actio" - die Technik der Darbietung, oder Präsentation.

Zuerst sollte man sich jedoch klar werden darüber, was die Absicht bzw. das Ziel des Vortrages ist. Während ein Referat eher einen Sachverhalt darstellen soll, ist eine Präsentation auf ein Ziel hin ausgerechtet (Vgl. Pöppelmann, 2004, 34), also das WHY oder der Anlass. Es ist hilfreich, wenn man das, was man mit seinem Vorrag erreichen will, in einem kurzen Satz schriftlich formuliert. Als nächstes ist es notwendig sich Gedanken über das Publikum machen - WHO. Wer sitzt vor einem und warum? Wenn es nicht die eigene Klasse ist, sollte man kurz ein audience profile erstellen. Sonst kann es passieren, das man am Publikum vorbei redet, wenn das den Sachverhalt schon kennt. (Vgl. Goodale, 1998, 8). Dann geht es an die Sammlung und Zusammenstellung des Materials - das WHAT. Erst dann ist es sinnvoll sich über das HOW, also sich die Art und Weise der Darbietung zu überlegen. Der letzte und vielleicht wichtigste Punkt ist über die räumlichen Gegebenheiten zu informieren - WHERE. Was nützt die beste Präsentation mit Powerpoint-Folien, wenn Sie keinen Beamer haben, oder eine Diashow, wenn Sie den Saal nicht abdunkeln können - also das WHEN. Kümmern Sie sich rechtzeitig um die Technik mit Hilfe einer Checkliste. Verlassen Sie sich dabei nicht zu sehr auf andere. (Englische Zusammenfassung: preparation)

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2. Wie beginne ich eine Präsentation?

Englische Zusammenfassung: beginnning

3. Verbale und non-verbale Kommunikation

Englische Zusammenfassung: Verbal and non-verbal-communication

4. Über den Einsatz von Medien

Englische Zusammenfassung: Visuals

5. Die Art des Vortrag

Englische Zusammenfassung: Voice

6. Wie beende ich einen Vortrag

Englische Zusammenfassung: Ending

7. Die anschließende Fragerunde

Englische Zusammenfassung: Questions

 

8. Literatur:

Goodale, Malcom, 1998, Professional Presentations, A video-based course, Teacher's guide, Cambridge.

Pöppelmann, Christa, 2004, Präsentation, Ziele formulieren, Auswahl treffen, Erfolgreich argumentieren, Bindlach

Robertson, the translator's introduction, XVIII, in: ebd. St. Augustinus, On Christian Doctrine.

St. Augustinus, On Christian Doctrine, transl. by D.W. Robertson, Indianapolis, 1958