Seminarkurs "Vom Homunculus zum Terminator" Schuljahr 2002/2003

Leiter: Grießhaber/Fauser

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Bibliographische Hinweise

1. Wissenschaftliche Texte

2. Filmartikel

3. Sekundärliteratur


1. Wissenschaftliche Texte

1.1 Bioethik - Menschenbild - Person (Philosophie)

E.Schockenhoff, Der umstrittene Personbegriff, in: rhs 5, 1999, 310-317. In der Tradition, sich auf Boethius berufend, ging man davon aus, dass Menschbund Person eins seien, das."alle Menschen sind Personen sind" (311). Durch Ethiker wie Paul Singer und Norbert Hoerster, wurde diese Auffassung in Frage gestellt. Person ist dann nur noch, wer z.B. über Selbstbewusstsein, Selbstkontrolle, Sinn für die Zukunft und Vergangenheit, über die Fähigkeit zur Kommunikation, Neugier usw. verfügt (Singer, hier 312). Konsequenzen? - Was ist dann mit Behinderten, Komapatienten, In-vitro erzeugten Embryonen usw.? Singer: Wenn der Fötus keine Anspruch auf Leben wie eine Person hat, dann auch kein Säugling. (Singer (zit. In ebd. 313). Hoerster. Fötus oder Neugeborenerist keine Person. (ebd.) Schockenhoff: Die eingangs gestellte Frage, ob alle Menschen Personen sind, lässt sich im Lichte unserer Überlegungen zur Einheit von Person und menschlicher Natur nun eindeutig beantworten: Wenn Natur und Person, Leib und Ich, biologisches Individuum und moralisches Subjekt konkret immer nur als untrennbare Einheit gegeben sind, so erfordert es bereits die Zugehörigkeit eines Individuums zur menschlichen Art, seine unantastbare Würde und die aus ihr folgende Schutzwürdigkeit uneingeschränkt und in jedem Fall anzuerkennen. Gleichgültig ob es sich um einen gesunden, sich aktuell als handlungsfähiges Subjekt darstellenden Menschen oder um einen Embryo, einen komatösen Patienten oder einen an Altersdemenz Erkrankten handelt, wir achten ihn als Person nur dann, wenn wir ihn so annehmen, wie er uns von sich aus entgegentritt. Personsein meint daher nicht eine zum Menschsein hinzutretende Eigenschaft, die wir denen zubilligen, die unseren Leistungserwartungen entsprechen. Das Wort »Person« bezeichnet vielmehr einen unserer Bewertung entzogenen und daher für uns unverfügbaren Anspruch, den wir in jedem Menschen anerkennen müssen. (Ebd. 317)

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1.2 Gen-Technologie

Sabine Riewermann, "...Und schließlich geht es um die Nutzung von Frauenkörpern, in: PH 001, 2002, 46ff. Siehe auch: Ingrid Schneider, "In Zukunft wird es zwie Klassen von Embryonen geben, in: PH 01, 2002, 50ff.

Bernhard Epping, Die Alternative (Thema zu adulten Stammzellen), in BdW 9, 2001, 38ff.

Karin Hollricher, Mit Gen-Tuning in die Sackgasse, in: BdW 10/2000, 26-32. Es geht um die Frage, ob der Mensch durch Eingriffe in sein Genom verbessert werden soll. Dau Gregory Stock: "Es ist an de zeit, das der Mensch seine Evolution selber in die Hand nimmt." (25). Dazu George Williams: "Die Idee von optimalen Genom ist naiv. Selbst schlechte Gene haben ihre guten Seiten." (26) Jürgen Brosius: "Eine genetisch optimierte Menschheit verbaut sich zukünftige Evolutions-Chancen." (25).

Peter Sloterdijk, Elternliebe statt genetischem Wettrüsten, in BdW 10/2000, 40-43. Ein Gespräch mit Günter Ewe. Eine Subkultur in den USA will die Leistungsfähigkeit des Menschen durch genetische "Verbesserung" steigern. Dieses biologische Wettrüsten mit verboten werden. ES sollte nur im Einzelfall entschieden werden, z.B über Embryotest, Gentherapie, etc..

Bernhard Epping, Was möglich ist, wird auch gemacht, in: VdW 10, 2000, 37f. Geschichte der Experimente mit Menschen zugunsten medizinischer Fortschritte. Frage dabei: ob man einen Teil der Menschen - hier Embryos - für die zwecke eines anderen Teils instrumentalisieren darf. Der Tübinger Moraltheologe sagt NEIN. denn dadurch opfern wir die Gegenwart einer ungewissen Zukunft.

Der Entweihte Mensch, in BdW 2, 2000, 43ff.

Sabine Riewermann, "Wo sollen die vielen Eizellen herkommen?", in: PH 1, 2001, 46.-49. Sie auch Ingrid Schneider, "In Zukunft wird es 2 Klassen von Embryonen geben", in: ebd. 50f.

Ute Eberle, Reproduktionsmedizin, Zeugung a la Carte, in BdW 7, 2001, 36-41. Bekämpfung der Krankheit "Unfruchtbarkeit" (38): Neue Auswüsche, z.B Spermien als Gewinn einer Quizshow, Entnahme von Sperma einem Koma-Patienten, um ein Andenken sprich Nachwuchs zu haben. (39). Problem: Familienbeziehung - wer sin denn die Eltern?. Immer mehr Eltern wolle Kontrolle über genetische Ausstattung. Wer aber denkt an die Kinder, die mit dem Durch leben müssen? - Designerbabies (Adam Nash)

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1.3 Robotik - Maschinen - Anthropologie

Drei Kränkungen des Menschen und seiner "nonspecialness"(Brooks). 1. Die Erde ist nicht das Zentrum des Universums (160). Nun war der Platz des Menschen im Universum nicht mehr "special", aber wenigstens sein Platz auf de Erde durch die Ebenbildlichkeit (162).2. Dann kam Darwin und seine Evolutionstheorie, der Verlust der direkten Schöpfung durch Gott, die auch heute noch heftig bestritten wird. 3. Die Kränkung der Relativitätstheorie, Quantenmechanik und der Heisenbergschen Unschärferelation schwächten weiter die Vorstellung, dass der Mensch letztendlich wissen könne, was im Universum vor sich geht. (164) Dann kam die Entdeckung der DNA durch Watson und Crick und der Entschlüsselung des menschlichen Erbgutes. Ca. 98 % des Genoms ist identisch mit dem der Schimpansen. "We really are just like those animals., separated by a sliver of time in evolutionary history." (164) Die größte Herausforderung erfolgt nun aber durch die Maschinen (165) "Are we more than a machine, or can all of our mental abilities, perceptions, intuition, emotions, and even spirituality be emulated, equeld, or even surpassed, by machine?" fragt Rodney Brooks. (Brooks, R.A. 2002, Flesh and Machine, New York, 160-165)

Thomas Saum-Aldehof, Der Roboter, dein Freund und Helfer, in PH 1, 2000, 28ff. Interaktion mit den neuen Service- Robotern wird möglich sein "es wird menscheln zwischen uns und ihnen" (28). (Vgl. Brooks, Felsh and Machine - Brooks geht davon aus, dass wir uns ähnlicher werden.

Die Herausforderung des Menschen durch die Maschinen wird von Hollywoods Filmindustrie negativ prognostiziert. In diesen Filme werden die Menschen von den Maschine beherrscht werden (s. Terminator I & II, Matrix, etc..), während die akademische Debatte über AI etc.. Erst begonnen hat. (165) (Brooks, R.A. 2002, Flesh and Machine, New York)

Siehe hierzu auch Joseph Weizenbaum und sein Programm ELIZA (166). Brooks kritisiert Weizenbaum und Janier Lanier darin, dass sie die Idee von intelligenten Maschine diskreditieren wollen, aus Angst die "specialness" des Menschen aufgeben zu müssen (168) Also was bleibt uns noch? Unsere Gefühle - EMOTIONS. Wir bezeichnen Maschinen als "cold, hard machines", um damit zu zeigen, dass sie keine Gefühle haben. (siehe hierzu die Versuche von Data und Seven-of-Nine", menschlicher zu werden. Dazu die Buchkritik: Karlheinz Steinmüller, Beseeltes Blech, in: PH 8, 2002, 70f.

Ute Eberle, Das Neue Spiel des Lebens, in BdW 01, 2001, 100-104. Es geht um die Vision, aus toter Materie Lebewesen zu kreieren. (Ein moderner Frankenstein)

Bernd Müller, Gestatten, Rob - ich bin ihr Nachfolger,BdW 01, 2001, 90- 94. Laut Computer experten sollen Roboter in einige Jahrzehnten menschliche Intelligenz bekommen.

Frank Frick, Der Robonaut aus Paffenhofen, in: BdW, 5, 2002, 92-98. Neue Roboter zum Einsatz für brenzlige Ausarbeiten, z.B. im Weltraum, Serviceroboter für den Haushalt, künstliche Gliedmaßen.

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2. Filmartikel

Rainer Gansera, Vater Terminator, Bruder Replicant, in: rhs 4/96, 198-207.

Benedikt Hellenberger, Das Böse im Film, Erfahrungen aus dem Unterricht einer Gesamtschule, in: rhs 4/96, 234-244. Es handelt sich um die Filme Space Odyssee 2001; Terminator 1, ET, Himmel über Berlin (City of Angels), Spiel mir das Lied vom Tod, Der mit dem Wolf tanzt.

Petra Burkhardt, "...in den tiefsten Tiefen des Kanichenbaus", Matrix - ein Sciencefictionfilm über Wirklichkeitsverständnis, Glauben an einen Erlöser als Grundlage für ein Unterrichtsprojekt in der gymnasialen Oberstufe, in: rhs 4, 2000, 242ff.

Gerhard Bliersbach, Die Therapie im Kinosessel, in :PH 02, 2002, 36ff. Spielfilme können benutzt werden, um auf typischen Lebensituationen einzugehen. Spielfilme sind für John und Jan Hensley"therapeutische Metaphern" (38). Damit hilft das Kino reale Tragödien zu verarbeiten. (40)(41)"Das Kino ist ein verheißungsvoller Ort und birgt einen Schatz moderner Märchen, in denen die Sehnsüchte, Tagträume und Niederlagen unserer Zeit verhandelt werden." (41)

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3. Sekundärliteratur (Bibliographische Angaben der einzelne Werke - noch nicht vollständig)

Brittnacher, H.R., 1994, Der künstliche Mensch, Die Revision der Utopie, in: ders.:, Ästhetik des Horrors, Frankfurt, 269-325.

Brooks, R. Flesh and Machine, New York, 160-165)

Gregory Stock, Redesiging Humans, (Mensch soll und wird in seine eigene Evolution eingreifen)

Klaus Völker, Künstliche Menschen, (2 Bd).

© Christoph Grießhaber

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